Hier entsteht eine Übersicht der Regeln für gute Gestaltung.
1_Die Regel von der Ordnung / 01.12.24

Gestalten heißt immer zuerst einmal ordnen. Was ist wichtig ? Was ist weniger wichtig ? Was ist unwichtig ? Was gehört zusammen ? Was muss getrennt werden ? Was kann in welche Hierarchie gebracht werden ? Ziel dieser Ordnung: Sie soll vom Leser nicht bewusst wahrgenommen werden, weil sich die Aufnahme von Informationen für den Betrachter ganz selbstverständlich anfühlen muss. Frei nach Dieter Rams: „Gutes Design ist so wenig Design wie möglich“. Das Beispiel zeigt, wie durch Hierarchie und Gruppierung das Zählen der unterschiedlichen Elemente und das Erkennen von zwei gleichen Elementen viel einfacher und schneller wird ¶
2_Die Regel von der Nähe / 01.12.24

Bei einer Ansammlung ähnlicher Elemente werden diejenigen als zusammengehörig wahrgenommen, die nah bei einander liegen. Das Gesetz der Nähe beschreibt auf anschauliche Weise, wie Designelemente durch optische Nähe in Zusammenhang gebracht werden. Im Umkehrschluss bedeutet das: Objekte, die von einer Gruppe weiter entfernt liegen, werden nicht als dazugehörend wahrgenommen. Die Abbildungen zeigen, wie gute Gestaltung die Aufnahme von Informationen beschleunigt und vereinfacht ¶
3_Die Regel vom klaren Größenunterschied / 01.12.24

Objekte, die sich in Größe oder Farbe sehr ähnlich, aber nicht genau gleich sind, wirken langweilig, störend und unentschlossen. Deshalb empfiehlt sich folgender Kunstgriff, frei nach einem berühmten süddeutschen Art-Director: „Wenn de ned weider kommsch, machschs entweder ganz kloi oder ganz groß. Auf hochdeutsch: Ein Layout wirkt besser, wenn Objekte entweder ganz klein oder ganz groß gezeigt werden ¶
4_Die Regel von den guten Proportionen / 01.12.24

Gestalten heißt wahrnehmen: Der Mensch verarbeitet nur 5 Prozent der aufgenommenen Informationen bewusst, 95 dagegen unbewusst. Oft hat man „irgendwie“ das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, kann es aber nicht klar benennen: Das Beispiel zeigt, dass jeder Mensch ein allgemein gültiges, natürliches Empfinden für Schönheit hat. Links sind die Proportionen zu ähnlich – ein unangenehmes Gefühl stellt sich ein. Rechts sind sie klar und unterscheiden sich deutlich, was sich gut anfühlt. Übrigens: Die Proportionen der gesamten Schöpfung basieren auf einem mathematischen Prinzip, der Fibonacci Reihe (1, 2, 3, 5, 8, 13, etc.) einer kontinuierlich zunehmenden Annährung an den goldenen Schnitt (1 : 1,61803 ...).
1_Die Regel vom con der humanen Optik / 01.12.24

Gestalten heißt sehen – nicht rechnen: Die Anatomie des menschlichen Auges ist darauf ausgerichtet, „Gefahren“ in der Horizontalen zu erkennen. Unser Gesichtsfeld beträgt nach rechts und links je 107°, nach oben und unten nur etwa 65°. Deshalb wirkt ein rechnerisches Quadrat nicht als Quadrat, sondern als Rechteck. Um ein Quadrat als ein solches wahrzunehmen, muss seine Breite leicht vergrößert werden ¶